Riehen atmet auf

Dank frischem Wind

Schutz von Natur und Bevölkerung hatten in der Politik des «grünen» Dorfes einen schweren Stand. Bei der Abstimmung im Einwohnerrat vom September wurde sogar eine Kreditvorlage versenkt, die lediglich eine Detailuntersuchung der trinkwassergefährdenden Deponie Maienbühl forderte. Weitere Beispiele sind der unsägliche Zaun entlang der BVB-Geleise, der schon ein paar Rehe verenden liess, oder die trostlose Umgestaltung des Singeisenhofs. Riehen braucht eine Stadtentwicklung, die den Naturschutz und den Menschen in den Vordergrund stellt; Riehens Politik braucht frischen Wind.

Wir fordern eine Biodiversitätsstrategie, welche Flächen im Gemeindebesitz entsiegelt, Grünflächen und Korridore schützt, Privaten hilft ihre Gärten naturnah zu gestalten sowie Klimaschutz und Biodiversität bei Bauprojekten priorisiert. Konkret verlangen wir eine Sanierung der Maienbühldeponie in den nächsten zehn Jahren.

Riehen atmet auf
ohne Treibhausgase

Riehen ist eine wohlhabende Gemeinde, die sich bereits global sozial engagiert hat. Auch eine Portion Umweltbewusstsein ist ihr nicht abzusprechen. Aber: Verschärft sich die Klimakrise, wird sie auf der ganzen Welt sichtbar und am Beispiel der Zwetschgenernte oder Überschwemmungen auch lokal spürbar. Mit der jetzigen Politik werden wir Schiffbruch erleiden. Deshalb geht die junge Generation auf die Strasse.

Die Senkung der Treibhausgas-Emissionen macht auch in Riehen kaum Fortschritte. Im Verkehrsbereich gibt es grossen Aufholbedarf und auch bei der erneuerbaren Energieerzeugung braucht es im Rahmen der Kompetenzen der Gemeinde einen weiteren Ausbau.

Wir fordern deshalb einen verbindlichen Absenkpfad der Treibhausgas-Emissionen für die Gemeinde inklusive Reduktionsziele für die Bereiche Verkehr, Gebäude und Energie.

Riehen atmet auf
dank Solidarität

Die Covid19-Pandemie hat allen vor Augen geführt, wie fragil unsere Gesellschaft ist. Dabei hatten vor allem ältere Menschen, ärmere Personen und insbesondere Familien das Nachsehen. Neben der Belastung durch die Pandemie, schränkten die getroffenen Massnahmen gerade sie in vielfältiger Weise ein.

Die Krise kann aber auch Wege aufzeigen, wie wir das Gemeinwohl stärken können. Wir stehen ein für eine Politik, die niemanden zurücklässt, die einen öffentlichen Service Public für alle gewährleistet und die auch für ein bezahlbares Wohnen einsteht.

Wir wollen in der nächsten Legislatur dazu beitragen, dass Diskriminierungen abgebaut werden, Betreuungsarbeit angemessen bezahlt wird und dass ein öffentliches Netz aus Dienstleistungen allen niederschwellig zur Verfügung steht.